Verletzt zu werden ist eines der Dinge, die ein Mensch am wenigsten möchte. Vor allem auf der seelischen Ebene oder die der Gefühle hinterlassen solche Verletzungen oft Narben. Zu viele Narben und man schottet sich ab. Dies ist der Hintergrund zur folgenden Geschichte, welche gleichzeitig ein Stilmittelexperiment ist:
Ich ging und schaute einen Weg entlang. Links und rechts standen Bänke, ragten Bäume in den Himmel und einzelne Häuser versperrten die Sicht auf den fernen Horizont.
Meine Blicke schwenkten zu den Bänken, auf denen sich gruppenweise Menschen zusammengefunden hatten. Es waren viele, unzählige Gesichter, in alle Richtungen schauend, mit einander redend und kommunizierend. Sie waren mir alle unbekannt, bis auf ein Gesicht, welches mir sehr wohl bekannt war. Es waren diese blauen Augen, die nur einer Person gehören konnte: Ihr.
Mein Herz begann sofort zu rasen. Ich blieb instinktiv stehen und starrte sie an. Eigentlich musste ich dem Weg folgen, um rechtzeitig an mein Ziel zu kommen. Doch ich konnte nicht. Ich stand da und starrte, während mich Angst überkam. Die Angst, von ihr gesehen zu werden, obwohl ich es doch irgendwie wünschte. Sie sollte mich sehen, wie ich sie. Dafür musste ich dem Weg weiter folgen und an ihr vorbei ziehen.
Ich ging und schaute einen Weg entlang. Links und rechts standen Bänke, ragten Bäume in den Himmel und einzelne Häuser versperrten die Sicht auf den fernen Horizont.
Meine Blicke schwenkten zu den Bänken, auf denen sich gruppenweise Menschen zusammengefunden hatten. Es waren viele, unzählige Gesichter, in alle Richtungen schauend, mit einander redend und kommunizierend. Sie waren mir alle unbekannt, bis auf ein Gesicht, welches mir sehr wohl bekannt war. Es waren diese blauen Augen, die nur einer Person gehören konnte: Ihr.
Mein Herz begann sofort zu rasen. Ich blieb instinktiv stehen und starrte sie an. Eigentlich musste ich dem Weg folgen, um rechtzeitig an mein Ziel zu kommen. Doch ich konnte nicht. Ich stand da und starrte, während mich Angst überkam. Die Angst, von ihr gesehen zu werden, obwohl ich es doch irgendwie wünschte. Sie sollte mich sehen, wie ich sie. Dafür musste ich dem Weg weiter folgen und an ihr vorbei ziehen.
Aber ich konnte nicht. Meine Beine streikten, während mich die Angst immer weiter zuschnürte. So stand ich da und starrte und haderte.
“Was ist los mit mir?”, fragte ich mich. Warum konnte ich nicht diesen einen Weg entlang gehen, zulassen, dass sie sich zu mir umdrehte, zulassen, dass sich unsere Blicke trafen? Ich schaute auf meine eigene Peron hinab und analysierte mich, Zentimeter um Zentimeter, bis ich es erkannte:
“Was ist los mit mir?”, fragte ich mich. Warum konnte ich nicht diesen einen Weg entlang gehen, zulassen, dass sie sich zu mir umdrehte, zulassen, dass sich unsere Blicke trafen? Ich schaute auf meine eigene Peron hinab und analysierte mich, Zentimeter um Zentimeter, bis ich es erkannte:
Ich wollte mich nicht verraten.
So albern das auch klingen mochte, so dachte ich mir wohl unbewusst, dass meine Handlung, den einen Weg entlang zu gehen, für sie so offensichtlich, ja gar so provokant wäre, dass siein dem Moment, als sich unsere Blicke kreuzen würden, erkenne, was ich für sie fühle und warum ich letztendlich dort stand und sie anstarrte und mit mir haderte.
Etwas Unbewusstes in mir, im tiefsten Inneren des Seins und unerreichbar für den Verstand, lies es nicht zu, dass ich meine Gedanken, Gefühle und Herzenswünsche verrate. Nach dessen Meinung sollte sie mich wohl nicht kennen lernen. Sie sollte mir nicht näher kommen, sie sollte mich nicht ergründen.
Deshalb stand ich da und starrte und haderte mit mir und meinem Unbewussten. Denn es wollte nicht, dass ich mich verrate, während jedoch mein Verstand mich dazu drängte, diesen einen Weg entlang zu gehen.
Deshalb stand ich da und starrte und haderte mit mir und meinem Unbewussten. Denn es wollte nicht, dass ich mich verrate, während jedoch mein Verstand mich dazu drängte, diesen einen Weg entlang zu gehen.
Schließlich verriet ich mich trotzdem in dem, was ich tat, auch wenn sie mich noch nicht gesehen hatte. Denn das Stehen, Starren und Hadern drückte etwas ganz bestimmtes aus - man verriet sich ständig, rund um die Uhr, bewusst und unbewusst, sogar dann, wenn man versucht, es nicht zu tun.
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