25.02.2011

Definition: Gefühle

Obwohl von den Philosophen der Aufklärung als der Feind der Vernunft bezeichnet, zählen die Gefühle zu den wichtigesten Bestandteilen des menschlichen Geistes. So unverzichtbar sie auch sind, so bekämpft werden sie und gleichermaßend als störend empfunden. Das liegt daran, dass der Mensch zum Einen keinen nennenswerten Zugriff auf diese hat, zum Anderen sind sie unkontrollierbar und scheinen zu den Zeitpunkten aufzutauchen, in denen es dem Menschen nicht passt.
Den Gefühlen wird dabei vorgeworfen, die Oberhand im menschlichen Geist zu übernehmen und jegliches rationales Denken blockiert. Dies geschieht oft in unangenehmen Situationen, im Streit, wenn man verliebt ist oder wenn Angst einen ergreift. Dabei entsehen Einstellungen wie "Ich hasse meine Gefühle" und der Versuch, sie zu unterdrücken. Jedoch schlagen soche Versuche stets fehl, da die Gefühle nicht einfach verschwinden können. Sie suchen sich Platz im Unterbewusstsein. Von dort aus beginnt sie, die Seele und den gesamten Geist zu beeinflussen, ohne dabei von diesen bemerkt zu werden. Letztendlich entwickeln sie sich zu einer schweren Last und setzen die Seele unter so einen gewaltigen Druck, dass der man entweder untergeht oder die unterdrückten Gefühle in einer heftigen, überfordernden Flut herausbrechen.
Man muss dabei jedoch auch bedenken, dass Sätze wie "Ich hasse meine Gefühle" aufgrund von eben diesen Gefühle entstehen. Auch das bewusste (oder unbewusste) Unterdrücken von Gefühlen lässt sich letzten Endes auch auf diese zurückführen. Denn der Beschluss des "Hassens" oder des "Unterdrückens" resultiert aus einer schlechten Erfahrung oder Enttäuschung und diese erhalten erst ihre Wirkung durch die Tatsache, dass man sich wegen dem Einmischen der Gefühle schlecht fühlt.
Aber auch das rationale Denken oder die Vernunft sind ohne Gefühle undenkbar. Denn die Moral, der Vernunft wichtigster Pfeiler, setzt voraus, dass man zwischen Gut und Schlecht unterscheidet.Welches Handeln jedoch als etwas Gutes zählt, können wir erst bestimmen, wenn wir uns dabei auch gut fühlen.
Sowieso ist alles menschliche Handeln von Gefühlen abhängig. Sie motivieren uns als Ehrgeiz getarnt und geben uns das Gefühl der Belohnung in Form von Glück. Ohne sie gäbe es keine Vernunft, keine Moral und keinen Antrieb, etwas zu tun. Der Mensch würde ohne Gefühle ein lustloses Wesen sein.
Das Gesicht der Gefühlekann insgesamt sehr unterschiedlich sein. Man unterscheidet allgemein zwischen postiven  (Liebe, Glück, Freude) und negativen (Angst, Hass, Eifersucht) Gefühle. Hinzu kommt noch eine weiter Unterteilung, den natürlichen Gefühle, auch Instinkte genannt. Hier drunter fallen vor allem Angst und die sexuelle Erregung. Als eine weitere sehr schwer zu differenzierende Einteilung ist die Emotionen zu sehen. Sie gelten als komplex undkommen in der Natur nicht vor. Sie entsteht folglich aus kulturellen Gegebenheiten.
Da man Gefühle jedoch schwer erfassen kann, gelingt eine Eendeutige Zuordnung in eine bestimmte Gefühlsgruppe im Allgemeinen nicht. Man sollte sich dennoch ihrer bewusst sein. 

Siehe auch: Moral, Verstand, menschlicher Geist

1 Kommentar:

  1. Mein Gefühl sagt mir, dass es mich nicht beeinflussen will ;)

    AntwortenLöschen