28.07.2011

M und das Traumgericht

M erwacht überraschend in einem Gerichtssal. Er sieht den Richter und den zwischen unzähligen Papierenstapeln eingeschlafenen Staatsanwalt. Er selbst sitzt in der Mitte des Raumes. Um sie herum war alles Weiß wie in einem Traum.

Der Richter (in einem rauhen Tonfall): "Mein Herr, wissen Sie, warum Sie hier sind?"

M (völlig verwirrt und etwas verträumt): "Nein! Und überhaupt: Wo bin ich hier? Im Gericht? Warum? Was hab ich getan?"

Richter (etwas verärgert): "Mein Herr, Sie wollen mich wohl veralbern! Haben Sie etwa die vergangenen Tage verschlafen?"

M (immer noch sehr verwirrt): "Nein - Ja - Nein! -  Also ich bin hier aufgewacht. Aber gestern bin ich ins Bett gegangen. Ich bin mir dabei ziemlich sicher, Herr Richter. Welchen Tag haben wir denn heute? Gestern war der 17. Das weiß ich noch. Also, welchen Tag haben wir heute?"

Richter: "Zeit spielt hierbei keine Rolle."

M (jetzt etwas verzweifelt und bettelnd): "Aber ich bitte Sie darum! Nur um das eine! Nur um jetzt zu beweisen, dass das alles hier ein Irrtum ist!

Richter (nachgebend): "Na gut" und brüllt: "Staatsanwalt!"

Staatsanwalt wacht erschrocken auf: "Ja? -  Achso, die Anklage - Ähm, wo hab ich sie denn..."(wühlt in den Unterlagen herum)

Richter:"Nicht die Anklageschrift! Das Datum!"

Staatsanwalt (unbeirrt): "Achso, Herr Richter, ich verstehe -" Sucht weiter in den Unterlagen, bis er ein Pergament hervorzieht und es überfliegt. "Also vor drei Tagen war die Verabredung des Angeklagten mit der jungen Dame K."

M (jetzt hellwach und entsetzt): "Was zum... Woher wissen Sie das?!"

Richter: "Unsere Quellen sind nicht vom Belangen! Jedenfalls wissen Sie das Datum. Waren Sie die letzten drei tage wach?"

M (nachgebend): "Ja..."

Richter: "Dann sitzen Sie zu Recht hier." Zum Staatsanwalt gewandt: "Staatsanwalt!"

Der Staatsanwalt, der sich wieder hingelegt hat: "Die Anklageschrift?"

Richter: "Die Anklageschrift, bitte."

Staatsanwalt: "Na endlich - Moment, ich suche sie für Euch heraus." Wühlt sich wieder durch die Papiere durch und streckt schließlich triumphierend ein Stück Papier heraus. "Ach, hier ist sie ja!" Steht auf. "Also, meine Damen und Herren, Herr Richter." Mit herabwürdigend Blick zu M: "Angeklagter." Wendet sich wieder an den Richter: "Der Angeklagte, M, wird des skrupellosen Zerschlagends der Hoffnung zweier Liebenden beschuldigt. Hinzu kommen tiefe Depressionen und die Verdunkelung und Sinnentleerung der eigenen Welt."

Richter: "Danke, Staatsanwalt. Sie können sich wieder setzen - Oder legen. Wie es ihnen beliebt - Will sich der Angeklagte sich zu den Vorwürfen äußern."

M, der sich nun völlig veralbert vorkommt: "Das ist doch alles lächerlich hier!"

Richter (mit ein wenig Enttäuschung in seiner Stimme): "Also nein - Kommen wir folglich zum Urteil -"

M unterbrechend und völlig entsetzt: "Wie bitte!? Keine Verteidigung? Hab ich kein Recht darauf?"

Richter: "Doch, aber sie meinten ja vorhin, dass dies alles hier lächerlich sei. Somit nehmen Sie das alles hier nicht ernst. Staatsanwalt..."

M den Richter wieder unterbrechend: "Warten Sie noch! Aber sie müssen doch beweisen, dass ich schuldig bin!"

Richter: "Nicht hier."

M: "Nicht hier? Nicht hier? Wo sind wir denn? In einem staatlichen Gerichtssal sicherlich nicht!"

Richter belächelnd: "Nein. Was haben Sie sich denn gedacht! Lächerlich - wie es Sie ausdrücken würden."

M (zwischen hoffnungsvoll und völliger Verzweiflung): "Aber einen Verteidiger habe ich doch, oder? Oder?"

Richter: "Natürlich. Den haben Sie, doch lassen Sie ihn nicht zum Wort kommen."
M: "Wie bitte? Was meinen Sie damit? Wen meinen Sie damit?"

Richter: "Ich meine damit Ihre Vernunft, die in Ihrem Anflug von Wut und Verwirrung untergegangen ist. Aber jetzt ist es eh zu spät." Wendet sich zum Staatsanwalt, ohne dabei auf M zu achten "Staatsanwalt!"

Staatsanwalt schreckt auf: "Was? Ja? Die Anklageschrift..."

Richter: "Nicht die Anklageschrift! Sondern auf welche Strafe plädieren Sie?"

Staatsanwalt (unbeirrt): "Achso, die Strafe - Mal schauen..." Er sucht wieder zwischen den Papiern nach. Findet aber scheinbar nichts passendes. "Schwer zu sagen, Herr Richter. Ich denke -" Findet schließlich ein Schriftstück, was ihm gefällt. "Ja ich glaube das ist gut. - Wir plädieren auf Selbstmord!"

M will sich empören. Richter kommt ihm aber zuvor: "Verteidiger, auf was plädieren Sie?"

M empört und entsetzt zugleich: "Selbstmord?! Was zum..."

Richter M unterbrechend: "So soll es sein. Das Urteil sollte die nächsten 24 Stunden vollzogen werden. Einen schönen Tag noch." Er steht auf und will den Raum verlassen.

M: "Was?! Wie? Das kann doch - das kann doch nicht angehen! -" Er steht auf und eilt dem Richter hinterher. "Herr Richter! So warten Sie doch!"

Richter bleibt daraufhin stehen: "Warum solte ich warten? Sie hören doch nicht zu! Warum sollte ich dann auf Sie hören? Sie hören sich doch selbst nicht zu."

M (zögernd): "Aber - "

Richter: "Ihr 'Aber' wird Ihnen nicht helfen. Es war doch Ihre Schuld, es waren Ihre Fehler, dass die Dame K. nichts mehr von ihnen wissen möchte, oder? Deshalb stürzen Sie sich in solche Depressionen! Deshalb halten Sie nichts mehr von der Welt! Finden Sie sich folglich damit ab oder gehen Sie dem Urteil nach."

Der Richter verlässt schließlich den Saal. M schaut ihm sprachlos nach. Der Staatsanwalt ist wieder schnarchend zwischen seinen Papierbergen eingeschlafen.

26.07.2011

Ein Zitat von Pastor Niemöller

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."


http://de.wikiquote.org/wiki/Martin_Niem%C3%B6ller

22.07.2011

Die orangene Fahne

Eine orange Fahne ragte über uns zum Himmel empor.
Wir beide lagen auf den Oberdeck und starrten in den blass blauen Himmel. Vereinzelt türmten sich schneeweiße Wolken zu majestäticher Größe auf. In der Ferne hörten wir das Krächzen der Möwen. Unser Schiff lag ruhig auf dem Meer. Eine Kühle Brise streifte unsere Haut. 
"Es wird kalt", flüsterte er, als sich einer der imposanten Wolken vor die Sonne schob und es mit einem Mal dunkel um uns herum wurde. 
"Ach was", meinte ich gähnend. "Das kommt nur davon, dass du dich nicht bewegst."
"Aber wenn ich mich bewege, beginnt das Schiff an zu wanken!" - Es war ein albernder Einwand, denn wir lagen auf einem größerem, stabilen Segelschiff. Deswegen gab ich nur ein  "Mh..." von mir und belies es dabei. 

Es waren Dialoge, wie diese, welche ich an ihm so mochte. Momente, die unsere Freundschaft zu etwas Einzigartigen machte. Er hatte eine ganz verdrehte Weltansicht. Sie war viel zu verwirrend und komplex, als dass ich sie ohne weiteres Erläutern könnte. Jedenfalls nahm er die Welt ganz anders auf und verstand sie auch anders, als ob sie ganz andere Dimensionen besäße.
Seine Gedanken und Aussagen waren für mich rätselhaft und anziehend zugleich und auch der Grund, warum ich ihn nie mit meinen Freunden traf. Die meisten von ihnen konnten einfach nicht nachvollziehen, dass er auf ganz andere Art und Weise dachte, als ein typischer Jugendliche in seinem Alter. Sie stempelten ihn einfach als Seltsam ab und versuchten ihn zu meiden oder lästerten über ihn, zogen über seine für sie merkwürdigen Aussagen her. Mir wurde immer schlecht, wenn sie in meiner Anwesenheit über ihn sprachen, als ob er ein Idiot wäre.
Klar, er war vielleicht eigenartig. Aber er war keines Falls ein Idiot.

"Was denkst du gerade?", fragte ich nach einiger Zeit. Wir hatten uns keinen Zentimeter berührt, sondern liesen uns von der Stille umhüllen und genossen das Meer mit seinen ganzen Eindrücken. Ich fragte soetwas öfters, wenn wir beisammen saßen oder lagen und einfach die Stille genossen. Es interessiert mich eben, was für merkwürdige Denkprozesse in seinem Kopf vorgingen.
Die Sonne zeigte sich wieder. Es wurde schlagartig warm.
"Ich betrachte die orangene Fahne da oben am Mast", antwortete er nach einem Moment des Genusses der warmen Sonnenstrahlen.
"Die ist mir auch schon aufgefallen", sagte ich und erinnerte mich, dass der Wind dort oben heftig an der Fahne gezehrt hatte. Deshalb fügte ich hinzu: "Über uns scheint wohl ein ganz schön starker Wind zu wehen."
"Ja, das tut er - meinst du, dass der Wind sie fortreisen möchte?"
"Wer weiß das schon..."
Wir schwiegen wieder. Ich vergaß das Thema. Er aber blieb an seiner Überlegung dran und baute sie aus, indem er ein paar Minuten später meinte: "Vielleicht will die Fahne ja von dem Fahnenmast los kommen, indem sie von dem Wind hinaus aus Meer fortgerissen wird." 
"Warum würde die Fahne denn fliehen wollen?"
"Würdest du für dein Lebenlang an einem Mast gefesselt sein?", fragte er daraufhin. Ich musste lächeln. Ich glaubte zu wissen, worauf er hinaus wollte. "Naja", überlegte ich laut, "Vielleicht ist es ja die Bestimmung der Fahne, dort oben zu hängen..." Er dachte kurz nach und erwiderter dann: "Aber ein Elefant, der in einem Zoo geboren wurde und aufwächst, hat auch eine Bestimmung, die ihm im Vergleich zur Freheit nicht wohl bekommt." Ich fand den Vergleich im ersten Moment etwas albernd. "Aber der Elefant wird kaum lang in der Freiheit überleben können."
Er lachte nur und drehte sich zu mir um.
"Denkst du denn, dass die Fahne draußen auf dem Meer überleben wird?"

Damit endete unser kleiner Dialog. Die philsophische Bedeutung dahinter wurde mir erst viel später, bewusst, so wie es bei einer Vielzahl unserer Gespräche der Fall war. Einige verstehe ich jedoch bis heute nicht.

Hessel über die Gewalt und Unterdrückung

Gedanken des französichen Diplomaten, Resistance - Veteranen und Autor Stèphan Hessel über Hoffnung, Gewalt, Terrorismus und Unterdrückung. Zitate sind nach ihrem Auftauchen in Hessels Streitschrift  "Empört Euch!" sortiert.

"In der Verzweiflung ist Gewalt ein bedauerlicher Kurzschluss zur Beendigung einer für die Betroffenen unerträgliche Situation. So gesehen ist Terrorismus eine Erscheinungsform von Verzweiflung."
 "So verständlich, fast naturgemäß sie (die Hoffnungslosigkeit) ist, kann man sie dennoch nicht akzeptieren, denn aus ihr stammt ni hts, was eventuell wieder Hoffnung sprießen ließe."
"Wir müssen begreifen, dass Gewalt von Hoffnung nichts wissen will. Die Hoffnung ist vorzuziehen - die Hoffnung auf Gewaltlosigkeit. Das ist der Weg, den wir Einschlagen müssen. Wenn uns gelingt, dass Unterdrücker und Unterdrückte über das Ende von Unterdrückung verhandeln, wird keine terroristische Gewalt erforderlich sein. Deshalb darf man nicht zulassen, dass sich zu viel Hass aufstaut."
"Gewalt wirkt nicht. (...) Terrorismus wirkt nicht."
- Stèphane Hessel,  "Empört euch!" 
 

08.07.2011

Ein kurzes Gespräch über die Welt

"Lass uns über die Welt reden, Thomas!"
Ich starrte den alten Mann neben mir verdutzt an. Wir saßen im Park auf einer Bank im Schatten einer großen, alten Eiche. Ich hatte schon seit einer längeren Zeit auf der Bank gesessen. Der mir fremde Mann war etwas später dazugekommen. Es hatte mich schon zu diesem Zeitpunkt gewundert, warum sich der alte Mann neben mich gesetzt hatte und nicht eine der zahllos anderen leeren Bänken gewählt hatte. Seine überraschende Aufforderung, die durch die Nennung meines Namens sogar unheimlich wurde, folgte nur fünf Minuten später. 
Ich wusste zunächst nicht, was ich sagen sollte. Für einen Moment starrte ich den Mann nur an, versuchte Blickkontankt herzustellen, wodurch mir dessen faltiges Gesicht vielleicht unter Umständen bekannt vorkommen könnte. Aber er blickte steif geradeaus. Gehstock und Hut lagen zwischen uns.
"Kennen wir uns?", fragte ich nach einer Weile zögernd. "Ich kenne Sie, Thomas. Aber Sie werden mich bestimmt nicht kennen." Er kicherte, was eher einem dumpfen Brummen ähnelte. "Also was ist? Wollen Sie über die Welt reden?"
"Wer sind Sie?"
"Das braucht Sie eigentlich nicht zu interessieren. Viel eher sollte es Sie interessieren, dass jemand mit ihnen reden möchte und auch noch über ein großes, bedeutsames Thema, Thomas. Wie wär's nun?"
Ich hörte dem Mann gar nicht zu. Ich war viel zu verwirrt, als dass ich auf ihn eingehen könnte. Denn immer noch wunderte es mich, dass er mich kannte. Mich! Einen bedeutungslosen niemand! Ich hatte einen einfachen Schreibtischjob, einen bescheidenen Freundeskreis. Man kannte mich nicht, ohne dass ich einen kannte. Wer war alsodieser alte Mann? Er kam mir nicht bekannt vor. Seine Stimme erinnerte mich an niemanden. Ich fragte noch mal: "Sind wir uns wirklich noch nicht begegnet?"
"Doch, doch!", antwortete der Mann daraufhin. Er blickte mir direkt in die Augen. "Aber Sie werden sich nicht daran erinnern. Das tut keiner."
"Wie meinen Sie das?"
"Ich kenne viele Menschen. Die meisten sogar sehr gut."
Ich wollte etwas sagen, belies es aber bei seiner Aussage und starrte vor mich auf den Boden. Der alte Mann wurde mir allmählich wirklich unheimlich. Für was hielt er sich, dass er solche Aussagen treffen konnte? Ein peinlicher Gedanke beschlich mich. Vielleicht war er ja Gott. Aber selbst ich konnte mir dies nicht vorstellen, bis der alte Mann folgendes sagte: "So sind sie, die Menschen. Sie wollen mich nie sehen, nur dann, wenn sie unglücklich sind."
"Sind Sie Gott?", fragte ich sofort und wurde gleichzeitig etwas rot im gesicht.
"Pah! Nein! Dass daran alle Menschen sofort denken müssen, wenn sie mir begegnen! Als ob Gott da oben nichts besseres zu tun hätte, als zu einzelnen von uns herunter zu kommen und ausgiebig über den Sinn des Lebens zu diskutieren!" Er lachte laut, was mir weiter die Röte ins Gesicht trieb. Aber jedenfalls gab es mir die Gewissheit, dass es sich bei dem alten Mann um einen Menschen handelte, der sich vor allem selbst als Menschen sah. Aber trotzdem blieb er mir merkwürdig. Deshalb versuchte ich nichts zu sagen, traute mich nicht einmal mehr zu rühren, damit er endlich aufhörte mit seinem seltsamen Gerede. Dies funktionierte auch für eine Weile. Eigentlich hätte ich einfach weggehen müssen. Doch so unhöflich wollte ich mich dann auch nicht benehmen. Er sollte als erstes die Bank verlassen, was er jedoch einfach nicht tat. Wir schwiegen folglich vor uns hin.
Die Zeit verging oder verging nicht. Ich wusste es nicht. Auf die Uhr wollte ich nicht schauen. Jedenfalls fühlte es sich wie eine halbe Ewigkeit an. Ein quälendes Gefühl, das mich langsam innerlich zereisen drohte. Zudem stieg in mir auf einmal etwas Neugierde hoch. Irgendwie wollte ich schon über die Welt reden. Ich zögerte jedoch damit, das Gespräch zu beginnen, bis ich es schließlich einfach nicht mehr aushalten konnte.
"Über was genau gedenken Sie zu diskutieren?", fragte ich leicht stockend. Der alte Mann schielte aus den Augenwinkeln zu mir hinüber. Er lächelte siegessicher. 
"Über was Sie wollen. Die Welt ist groß. Es kann viel in ihr verborgen liegen."
"Na schön", meinte ich und beugte mich nach vorne. "Finden Sie, dass die Wet ein guter oder schlechter Ort ist?"
Der alte Mann lachte. Scheinbar hatte er mit der Frage gerechnet. "Ein guter Ort", antwortete er schließlich. "Die Welt ist ein guter Ort, weil es immer noch Menschen gibt, die mit mir über große Dinge diskutieren wollen." Ich lächelte.
"Was ist mit Ihnen, Thomas? Ist die Welt das Paradies oder die pure Hölle?"
"Weder noch..."
"Was dann?"
Ich zögerte. Wie sah die Welt für mich aus? Eine Frage, mit der ich mich noch nie wirklich beschäftigt hatte.
"Zur Zeit erscheint sie unfreundlich", meinte ich, ohne überhaupt zuvor einen Gedanken geformt zu haben. Der Satz schoss einfach so aus mir heraus. Es verwirrte mich und ich blickte rätselnd zu dem alten Mann. Aber er war plötzlich verschwunden. Wie in einem schlechten Film.
Ich blieb noch einige Zeit auf der Bank sitzen. Vielleicht hoffte ich darauf, dass der alte Mann wieder käme, um unseren angebrochenen Dialog weiterzuführen. Andererseits ist mir etwas klar geworden, nämlich dass ich mit der Welt nicht zufrieden war. Warum? Diese Frage versuchte ich nun auf der Bank sitzend zu beantworten.