Am Anfang war Philostotes
Ein kluger, guter Mann.
Mit großem Herz
Und noch mehr Mut
Zog er in die Welt,
Mit Schwert und Schild,
Hat er den Schmerz
Von uns'rem Haupt getrennt.
Gewonnen hat Philostotes,
einen langen, harten Kampf
gegen Sorgen, Ängste,
Leid und Not -
Das Unheil war sein Feind,
Schließlich vertrieb er
Mit letzter Kraft
Das Schlechte aus der Welt.
Philostotes, er war ein Held! -
Gefeiert und gelobt.
Doch eines konnt'
Ihm nicht gelingen:
Die Gier hat überlebt.
Ihr folgten bald
Hass und Neid,
zurück ans Tageslicht.
Oh Philostotes! Warum müsst Ihr
ein Mensch gewesen sein!
Der viele Ruhm,
das ganze Lob -
Sie taten Euch nicht gut.
Denn Ihr verfielt
der Gier nach mehr,
und vergaßt des Menschens Not.
Philostotes! Du Banaus
bekamest nicht genug.
Macht und Geld
Das wolltest du -
Die Welt war dir egal.
So machtest du
dich nach und nach,
dem Bösen untertan.
Letztendlich, lieber Philostotes,
verlorst du deinen Thron.
Verhöhnt, gestürzt,
Verscheucht, erdolcht -
Du warst es nicht mehr wert.
Denn all unser Glück,
Was du einst brachtest
Exisistierte da schon lang nicht mehr.
21.09.2011
17.09.2011
Einbildung
"Es ist nur eine Einbildung", sagte das Monster unter dem Bett, doch war dessen Angst vor dem schlafenden Kind so groß, dass kein Funken Mut entstehen konnte, welcher es dazu bewegen hätte können, hervorzukriechen und sich zu versichern, dass seine Furcht nur auf einer kindischen Illusion beruhte.
14.09.2011
Mondnacht
Demletzt sollten wir im Deutschunterricht ein Gedicht mit dem Titel "Mondnacht" verfassen. Das ist bei mir herausgekommen:
Stille herrschte im ganzen Land,
Als der Mond am Himmel ruhte,
Ich alleine im Walde stand,
dort mein eigenes Schicksal suchte.
Die Sterne hörten leise funkelnd,
Durch das dichte Blätterdach,
Warum ich stand im kalten dunklen
Und welche Dinge ich da mach.
Die Bäume um mich leise rauschten,
Fragten, was mich hierher triebe,
Antworten tat ich, als niemand lauschte:
Ich suche nach der Liebe.
Stille herrschte im ganzen Land,
Als der Mond am Himmel ruhte,
Ich alleine im Walde stand,
dort mein eigenes Schicksal suchte.
Die Sterne hörten leise funkelnd,
Durch das dichte Blätterdach,
Warum ich stand im kalten dunklen
Und welche Dinge ich da mach.
Die Bäume um mich leise rauschten,
Fragten, was mich hierher triebe,
Antworten tat ich, als niemand lauschte:
Ich suche nach der Liebe.
09.09.2011
Die Herren der Welt
Es lebten einst drei Männer, die die Welt regierten. Aber sie herrschten nicht wie ein König, sondern ähnlich den Göttern. Sie formten Gesetze der Natur, verteilten Reiche, Länder und Kontinente und webten das Schicksal vieler. Alle Macht über das Leben und dem Leblosen lag bei ihnen.
Sie selbst hatten sonst keine Besitztümer, weshalb Neid und Gier sie nie befallen konnten. Auch kannten sie nur sich selbst, wodurch sie frei und unbefangen Schicksale weben konnten. Sie folgten einzig ihrem Auftrag, der Welt Harmonie und Gleichgewicht zu bringen.
Für Jahrzehnte webten, ordneten und formten sie auf diese Weise die Welt. Aber mit ihrem Tun und Handeln wurden sie bald unter den Menschen unbeliebt, denn nicht jedem gefiel sein gewebtes Schicksal und nicht jeder konnte den Sinn hinter neuen Gesetzen sehen. Allmählich wuchs ihre Unzufriedenheit, mehrte sich immer weiter, bis sie schließlich die Herren der Welt aufsuchten und sich bei ihnen beschwerten, Doch mit ihren Klagen stießen sie nur auf taube Ohren und je größer ihre Verzweiflung über ihr Schicksal wurde, desto größer wurde auch ihr Zorn gegenüber den Herren. Sie wollten sich nichts mehr vorschreiben lassen, sich nicht mehr ins Verderben stürzen lassen. Sie wollten frei sein. Frei von jeglichem Einfluss der Herren der Welt, das Leben selbst bestimmen. Denn das, so glaubten sie, führe sie in Wohlstand und Glück.
Irgendwann geschah es jedoch, dass ein Mensch, angeheizt durch Neid und getrieben von blanker Gier nach Macht, die Führung der Proteste übernahm und die anderen soweit aufwiegelte, dass sie die Herren der Welt gewaltsam vertrieben. Dabei liesen die Herren ihre Macht zurück, welche der Führer der Proteste unter dem Versprechen, es besser zu machen, für sich beschlagnahmte. Schnell formte, ordnete und webte er die Welt nach seinen Wünschen und Vorstellungen um.
Als erstes änderte er die Naturgesetze und verlieh sich dadurch noch mehr Macht. Denn er wollte, aners als die früheren Herren der Welt, nicht so einfach vertrieben werden. Danach ordnete er die Welt neu an. Kontinente verschmolzen und andere Reiche wurden, so weit es ging, aufgelöst. Eine gleichmäßige Verteilung der Ländereien auf alle Menschen war nicht mehr gegeben, stattdessen wurden seine Anhänger bevorzugt, während seinen neuen Kritiker alle Rechte und Besitztümer genommen wurden. Zuletzt macht er sich daran die gesamten Schicksale neu zu weben. Wie schon bei der Neuordnung der Welt, bevorzugte er seine treuen Anhänger. Ihnen schenkte er ein langes, erfolgreiches Leben. Das Leben seiner Gegner hingegen machte er zu einem Gefängnis. Die Herren der Welt wurden durch einen einzigen Menschen ersetzt. Somit wurde Harmonie durch Willkür und Chaos zerstört.
Aber auch jener neue Herr der Welt konnte nicht alle Menschen zufrieden stimmen. Da sich kaum etwas veränderte, sich nur das Leben der treuesten Anhänger verbesserte, während die meisten Menschen an ihrem Schicksal verzweifelten, wuchs deren Unzufriedenheit. Die zunächst wenigen, die sich öffentlich empörten versuchte der Herr der Welt zu unterdrücken. Doch lange konnte seine Methode sich nicht bewehren. Je mehr Unzufriedenheit er unterdrückte, desto mehr wuchs der Zorn der Menschen. Irgendwann hielten sie die Repressalien und Ungerechtigkeit nicht mehr aus. Man erhob sich, griff zu den Waffen. Man revoltierte und vertrieb nach einem zermürbenden Kampf den Herr der Welt. Die folglich freigewordene Mächte, so war man sich einig, durften nicht wieder in der Hand eines einzelnen gelegt werden oder gar sich selbst überlassen werden. Deswegen beschlossen sie, eine höhere Instanz zu bilden, die dazu befugt war, drei Männer auszuwählen, welche jene freie Mächte übernahmen. Es waren die so genannten neuen Herren der Welt.
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