21.09.2011

Philostotes

Am Anfang war Philostotes
Ein kluger, guter Mann.
Mit großem Herz
Und noch mehr Mut
Zog er in die Welt,
Mit Schwert und Schild,
Hat er den Schmerz
Von uns'rem Haupt getrennt.

Gewonnen hat Philostotes,
einen langen, harten Kampf
gegen Sorgen, Ängste,
Leid und Not -
Das Unheil war sein Feind,
Schließlich vertrieb er
Mit letzter Kraft
Das Schlechte aus der Welt.

Philostotes, er war ein Held! -
Gefeiert und gelobt.
Doch eines konnt'
Ihm nicht gelingen:
Die Gier hat überlebt.
Ihr folgten bald
Hass und Neid,
zurück ans Tageslicht.

Oh Philostotes! Warum müsst Ihr
ein Mensch gewesen sein!
Der viele Ruhm,
das ganze Lob -
Sie taten Euch nicht gut.
Denn Ihr verfielt
der Gier nach mehr,
und vergaßt des Menschens Not.

Philostotes! Du Banaus
bekamest nicht genug.
Macht und Geld
Das wolltest du -
Die Welt war dir egal.
So machtest du
dich nach und nach,
dem Bösen untertan.

Letztendlich, lieber Philostotes,
verlorst du deinen Thron.
Verhöhnt, gestürzt,
Verscheucht, erdolcht -
Du warst es nicht mehr wert.
Denn all unser Glück,
Was du einst brachtest
Exisistierte da schon lang nicht mehr.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen