"We are standing on the edge."
Diese Ruhe vor dem Sturm, wenn alles so still und friedlich erscheint, doch man weiß, dass etwas großes auf einen zukommt. Die Stimmung ist angespannt und magisch zugleich. Sie ist elektrisierend. Man will was tun, doch man ist gezwungen abzuwarten. So hab ich die Welt gesehen. So habe ich es gespürt und danach gelebt. Zwar verändert sich die Welt ständig, doch selten steht sie vor einem Umbruch. Und auf diesen Umbruch warte ich.
Es geschah so einiges und es wird noch viel mehr geschehen. Wir befinden uns in einer Zeit des Sturm und Drangs. Immer besser und immer schneller müssen wir werden, mehr schaffen, mehr leisten, mehr aushalten. Gleichzeitig werden wir gestopft und gestillt mit einer Flut aus Eindrücken. Unzählige bunte Bilder, grelle Lichter, verzerrte, laute Musik belasten, ermüden und überfordern unseren Geist. Immer weiter und weiter rasen wir auf den Abgrund zu, getrieben vom Leistungsdruck, geblendet vom Massenkonsum.
Schon längst sind die bunten Farben der Welt in meinen Augen verblasst. Der Herbst steht in voller Blüte. Ihm wird bald der trostlose Winter folgen und ich blicke einer trüben Zunkunft entgegen. Sie ist dunkel und kalt. Ich warte immer noch auf einen Umbruch. In der Welt scheint er begonnen zu haben. Wenigsten hat man sich dazu getraut, einen Sturm heraufzubeschwören. Doch ob er kommen wird oder die Menschen dem finsterem Winter überlassen werden, wird einzig die Zukunft zeigen.
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Oberes Zitat stammt aus dem Song "Lucky" von der britischen Band Radiohead