25.03.2012

Kriegsfragmente

Aus den Wirren eines fiktiven Irankrieges.

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Nachdem sich der Außenminister für eine deutsche Beteilung am NATO-Einsatz gegen den Iran aussprach, aber spätestens als der Bundestag diesem zu gestimmt hatte, war das Schicksal des Soldaten Meiers beschlossene Sache. Er wurde zunächst nach Tel Aviv geflogen und kurze Zeit später an der iranischen Grenze stationiert. Danach passierte lange Zeit nichts, außer, dass er Kriegsflüchtlinge versorgen musste. Doch dieser Versuche der Bundeswehr, in den kontrollierten Gebieten humanitäre Hilfe zu leisten, wurde mit der Fortdauer des Krieges allmählich vernachlässig, bis schließlich Meiers Einheit den Angriffsbefehl erteilt wurde. Auf dem Weg zum Fronteinsatz jedoch wurde der Konvoi von einheimischen Rebellen angegriffen. Der Transporter in dem Meier saß wurde von einer Bazooka getroffen.
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Gleichzeitig brannte kaum zwei Kilometer entfernt ein kleines Dorf ab. Es war von den roten Adlern, wie die Einheimischen die NATO-Bomber nannten, gnadenlos zerbombt worden. Der Angriff erfolgte drei Tage vor Meiers Tod auf den Befehl eines alten, grauen Generals, der bereits im ersten Golfkrieg seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte. Dabei beruhte sein Ehrgeiz einzig auf einem Feinbild, dem er mit all seinem Zorn und Hass begegnete. Um welchen Feind es sich dabei handelte, war eigentlich egal. So hatte er zu Zeiten des Golfkrieges die Gestalt eines Iraners, bis es nach dem 11. September 2001 sich erst in Osama Bin Laden, bald darauf in den Iraker Saddam Hussein, dann in einen Afgahnen verwandelte. Nun war es eben wieder ein Iraner, den er verabscheute und dessen Vernichtung er im Sinne der USA anstrebte. 
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Der Befehl des Generals erreicht um 3 Uhr morgens die Fliegerstaffel. Jedoch wurde er erst nach Sonnenaufgang durchgeführt, da seit kurzer Zeit das US-Militär an Kerosinmangel litt.
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Die Bomber flogen tief und in einer V-Formation. Der Lärm ihrer Düsenantriebe erfüllte die ganze Gegend. Er wurde nur von fallenden Bomben übertönt. Dann war es totenstill in dem Dorf, das halb zerstört und halb brennend von den Flugzeugen zurückgelassen wurde. Selbst die Schmerzensschreie der Dörfler verhallten, ohne dass sie jemand hörte.
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Abbas, ein junger iranischer Mann, befand sich gerade auf der Flucht nach Pakistan, als er von dem Angriff der Roten Adler auf sein Heimatdorf erfuhr. Von Schmerz und Angst ergriffen entschloss er sich daraufhin kert zu machen. Er konnte nicht über die rettende Grenze gehen, wenn er wusste, dass seine Familie unter dem Krieg litt. Der Anblick der Ruinen beruhigten jedoch sein Genüt nicht und als er von dem Tod seiner Mutter erfuhr, schwor er zornerfüllt bei Allah, jene Gräueltat der Ungläubigen zu rächen.
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Abbas' Einstellung spielten ihn sogleich in die Hände eines radikalen Milizen, der auf eigene Faust einen Widerstand gegen die Invasoren organisierte. Den frischen Zorn des jungen Mannes nutzte er sogleich dafür, ihn mit anderen Männern seines Schlages auf einen sich nähernden deutschen Konvoi zu hetzen. 
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15.03.2012

Auf!

Auf!

Nicht ab.
Wir streben ständig nach Oben. Rauf wollen wir; hinauf. Steigend, kletternd, kämpfend - egal wie, wir haben nur dieses eine Ziel: Oben.
Denn Oben ist Sonne.

Doch Unten ist nichts.
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Anmerkung: Bei dieser Textpassage handelt es sich nur um einen Ausschnitt eines Gedankenganges, an dem ich noch herumwerkel. Inspiriert wurde ich von dem Radioheadsong "Down is the new up", worauf auch das Ende meines Gedankenganges in etwa anspielen wird ("Denn Oben ist das eigentliches Unten"). Ob ich den vollendeten Text später noch blogge, bleibt fraglich. Der Text währt sich nämlich immer mal wieder dagegen, mir stilistisch zu gefallen.